Heinrich Vogelers Jugendstil
Design von Heinrich Vogeler in den Jahren 1898 bis 1905
»… Ich durchstreifte mit meinem Skizzenbuch unter dem Arm das Moor und die weite Wiesenlandschaft …. Ich zeichnete Naturstudien und Phantasiekompositionen, deren Inhalt Märchenmotive waren… An einem der nächsten Tage sah der Radierer Hans am Ende das Skizzenbuch und war ganz überrascht, - „Aber das müssen Sie alles mit Kupfer radieren. Ich zeige Ihnen, wie man das macht“ – Ich bekam von ihm die Platten und Radiernadeln, lernte von dem älteren und erfahrenen Freund die Zubereitung der Platten, die Technik der Radierung und das Drucken ….« (Heinrich Vogeler, 1894)
Heinrich Vogeler wird vor allem durch seine Jugendstil-Arbeiten bekannt. Seine Kunstwerke bringen ihm über die Grenzen Deutschlands hinaus Anerkennung.
Seine Suche nach einem idealen und schönen Leben in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs lässt ihn und seine Kunst in eine idealisierte Welt eintauchen, die er den Menschen zugänglich machen will. Dazu eignet sich vor allem die Technik des grafischen Arbeitens.
Vogeler schafft sich in den ersten Jahren als Künstler eine Zuflucht auf dem Barkenhoff, den er durch das Erbe seines Vaters erwerben kann, und lässt seine Kunst in alle Lebensbereiche eindringen. Diese traum- und märchenhafte Welt, zu der auch seine Liebe, Martha Vogeler, gehört, ist über Architektur, Inneneinrichtung und bildende Kunst bis hin zur Kleidung und zum Garten ein Gesamtkunstwerk, das zu einer Einheit werden sollte.
Um dieses Schönheitsempfinden auch einem breiten Publikum zugänglich zu machen, radiert er Mappenwerke, teilweise zusammen mit seinen Worpsweder Künstlerkollegen, illustriert Bücher und Zeitschriften und veröffentlicht seine Radierungen ohne eine begrenzte Auflage.
In seinen Auftragsarbeiten wie zum Beispiel für Bahlsen und Stollwerk oder auch für das Bremer Theater verarbeitet er gerne Märchenthemen. Diese verwendet er neben romantischen Menschen- und Landschaftsdarstellungen auch in seinen Radierungen.
Exlibris, die er unter anderem für seine Familie, Künstlerkollegen wie Hugo Erfurth und den Kunstsammler Ludwig Roselius schafft, zeugen von seinem vielseitigen Können als Grafiker.
Eine sehr prägnante Phase in Vogelers Schaffen ist die Zusammenarbeit mit dem Verlag Insel in München, für die er die unterschiedlichsten Werke illustriert, sie wird »ein bedeutender Faktor des bis dahin darniederliegenden deutschen Buchgewerbes.« Die englische Buchgewerbekunst, namentlich William Morris, diente ihm dabei als Vorbild. »Im Rahmen des Satzspiegels des Inselformates erhoben sich märchenhafte Vögel, wie blätter- und blumengeboren, … Nirgends war ein Horizont, nirgends ein Durchblick, nirgends eine Perspektive. Ein schöner Vorhang, der die Wirklichkeit verbarg.«

Heinrich Vogeler, Liebe, Grafik, 1896

Ausstellungsansicht: Heinrich Vogeler -
Kunst für alle

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